
Fast and Furious 8 – Movie-Game-HD Review:
Pkt.: 4,9/10
Vorab: Pure Actionbombe, aber absolut dämlich und mit hohem Fremdschämfaktor dank unfreiwilliger Komik.
Beinahe jedes zweite Jahr ist es immer wieder ein Genuss, wenn ein neuer The Fast and the Furious (film series)-Ableger in die heimischen Kinos kommt. Die Einen tun sich leicht mit der Entscheidung ins Kino rennen zu müssen, die anderen haben bereits bei der Ankündigung des Releasetages mörderische Kopfschmerzen. Noch schwieriger ist es dann auch noch, das neue, rekordbrechende Meisterwerk anschließend objektiv und unvoreingenommen zu bewerteten… verflucht schwierig.
Denn die Filme sind mittlerweile nur noch eins: ÜBERLADEN. Vin Diesel, Dwayne The Rock Johnson, Jason Statham, Kurt Russell, Michelle Rodriguez und, und, und… Jeder mal Feind, dann Freund, dann wieder Feind, dann Familie, dann Trainingskumpel, dann Schwager mütterlicherseits – dritten Grades, dann mal nur eine Taube auf dem Dach. Es ist einfach nur noch anstrengend. Gleiches gilt für die Locations, die ewig dämlichen Möchtegern-Cool-Sprüche auf Kindergarten-Niveau immer mit breitem Grinsen im Gesicht. Muskeln statt Hirnschmalz und eine ordentliche Portion Action, lautet die Devise, die in einem unrealistischen Umfeld in einem noch unrealistischeren Plot sämtliche Naturgesetze auszuheben scheint. Kostprobe gefällig? Also dann:
Wusstet ihr, dass sämtliche motorbetriebenen Fahrzeuge dieses Planeten mittels eines Hacks allesamt zu selbstfahrenden Autos mit gleicher PS-Anzahl alla Transformers mutieren und selbstständig in einer Stadt Jagd auf Menschen machen können? Nein? Wir auch nicht. Bis F&F 8 ohne Blinker um die Ecke kam. Wir wussten übrigens auch nicht, dass ein Wagen 5.000 PS haben kann und ein Fahrer zu einer Art Gott des Getriebes und Motoöles so dermaßen verherrlicht werden kann, wenn man nur mit Hilfe eines Lenkrades und Rückwärtsganges kinderleicht Wagen durch die Lüfte werfen kann? Glaubt ihr nicht? Doch, nach Fast and Furios 8 ist das nicht nur absolut möglich, nein… alle Beteiligten haben auch bei sowas tierischen Spass dabei. Netter Move in Richtung Aufklärungsarbeit für unsere junge Gemeration. Und dann wieder sowas wie U-Boote, die durch meterdickes Eis brechen, millionenschwere Fahrzeuge unter Vollgas einholen können. Menschen, die IN ein Flugzeug durch die Heckklappe reinspringen und sämtliche Bösewichte im Alleingang plattmachen. Von Diesel, der mit einer Rostlaube mit maxy 20 PS das sagenumwobene schnellste Gefährt der Welt abzieht… AHHHHHHHH… nein, es ist nicht leicht.. es ist einfach nur dämlich…
Ich mach es kurz: Also, die Handlung ist leicht zu bewerten, es gibt nicht wirklich eine. Es gibt ein Baby. Es gibt einen Auftrag, der übliche Familienquatsch und ständiges Grinsen von hochkarätigen, womöglich überbezahlten Darstellern. Das CGI ist überraschenderwise insbesondere in der Stadtszene diesmal auch nicht wirklich gut, was bitter angesichts des gepriesenen, hohen Budgets wirklich billig daherkommt. Und Mann, die Sprüche gehen mal garnicht. Als ob Kindergartenkinder versuchen würden, sich über die Möglichkeiten der Astrophysik zu unterhalten. Nur dass es hier nicht um Astrophysik sondern nur um Alltagsthemen geht. Dumm, Dümmer… F&F… Nervig.
Fazit: Milliardenschwerer Hirntot. Doch der Erfolg spricht eine andere Sprache. Action gibt es am laufenden Band, doch die Ermüdung setzt recht schnell ein.
So, zu den Einzelwertungen:
Darstellerleistung: 4/10
Charakterzeichnung: 3/10
Story: 4/10
Spannung: 6/10
Humor: 5/10
Effekte: 7/10
Härtegrad: 4/10
Setting: 8/10
Soundtrack: 6/10
Twist-Rating: 2/10
Rundum: 4,9/10 Punkten
HaVe FuN