
Beauty and the Beast (2017) – Movie-Game-HD Review:
Pkt.: 7,2/10
Vorab: Ein traumhaftes Märchen, dass qualitativ hochwertige Performance bietet, aber nicht ganz an das Original heranreicht.
Disney Filme sind schön. Das wussten Oma und Opa, das wusste Mama und Papa und auch der letzte Hinterwäldler im Amazonasbusch wird sich dieser Wahrheit nicht verschließen können. Aktuell erfahren wir durch das Hause Disney einen Haufen Realverfilmungen, die aufgrund des momentanen Standes der Technik „alte“ Freuden „neu“ aufleben lassen. Und das birgt sowohl Vor- wie auch Nachteile, denn ein „Remake“ wird sich immer mit dem Original messen lassen müssen. Und dieses Rennen hat, aus unserer Sicht, Die Schöne und das Biest (2017) leider gegen das Original verloren. Warum? Nett, dass ihr fragt:
Zum Einen war der Zeichentrickfilm als erstes da. Damit war es dem Original also nicht vergönnt, seinen magischen Zauber in alle Herrenländer zu tragen und eine innovative wie auch zugleich neuartige Erzählung ins Leben zu rufen, die sein Publikum direkt in seinen Bann ziehen sollte. Es ist neu, frisch, frisch, die Figuren wundervoll und detailverliebt umgesetzt. Und hier kackt das Remake leider bereits etwas zu sehr ab. Denn die Realverfilmung ruht sich, anders als beim spannenden und meisterlich umgesetzten Das Dschungelbuch (2016), ein wenig zu sehr auf der Vorlage aus statt neues zu versuchen oder eine frische Abwandlung einzubauen. Wir erinnern uns nun mal leider alle noch an den Kerzenständer, die Teekanne und die rote Rose hoch oben im Turm, die ihre Blätter verliert und so den Fluch für die Ewigkeit bereithält… bla… bla… bla… Das hat uns das Original doch alles schon gezeigt… Warum also eine direkte 1:1 Kopie, die sich überwiegend nur mit schönen CGI-Effekten hervortut, zwar beeindruckende Darsteller präsentiert, aber eben nicht den Mut für neue Dinge aufbringt?!? Eigentlich hätte der Film auch „Emma Watson & the Beast“ heißen können. Es wird schnell klar, auf wen der Fokus des Films liegt und dass das Biest irgendwie immer häufiger in den Hintergrund zu rücken scheint.
Es ist zwar schön Emma Watson als singende Protagonistin beobachten zu können, die zwar hervorragend spielt, aber stellenweise auch ein wenig zu sehr dem „Overacting“ verfällt.
Fazit: Das Original ist unserem Empfinden nach einfach liebevoller und mystischer gestaltet und hat durch seine liebevolle und warme Art jahrzehntelang Herzen erobern können. Bis heute. Leider. Denn von diesen Gefühlen profitiert dieses Remake leider etwas zu sehr.
So, zu den Einzelwertungen:
Darstellerleistung: 8/10
Charakterzeichnung: 9/10
Story: 8/10
Spannung: 7/10
Humor: 2/10
Effekte: 9/10
Härtegrad: 2/10
Setting: 9/10
Soundtrack: 10/10
Twist-Rating: 2/10
Rundum: 7,2/10 Punkten
HaVe FuN