
Ghost In The Shell – Movie-Game-HD Review:
Pkt.: 7,5/10
Vorab: Ein erfrischender Mix aus Genreperlen wie Ex Machina, Blade Runner und iRobot. Also… für jeden was dabei.
Zwar kennen wir die Anime-Vorlage aus den frühen 90ern nicht direkt, erkennen aber deutlich den Urton vergleichbarer Werke, auf denen sich dieses Werk stützt und welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Da wundert es einen doch gleich zu Beginn, dass viele der Schlüsselrollen rein von westlichen Schauspielern eingenommen werden statt sie passenderweise gemäß Vorlage direkt mit heimischen Jungdarstellern zu besetzen. Zwar machen gerade die ihre Sache ziemlich gut, aber manchmal erscheint es einfach im Gesamtkontext schon etwas befremdlich und ab und an gar hinderlich so völlig in die futuristische Welt des Ostens eintauchen zu können. Beinahe so, als hätte man Martin Luther King mit Til Schweiger besetzt… irgendwas passt da einfach nicht so ganz.
Aber mal abgesehen davon ist Ghost in the Shell ein wirklich beeindruckendes Filmwerk, dass besonders in seinen ruhigen Momenten mit wenigen Worten oftmals eine ganz eigene Geschichte zu erzählen weiß und durchaus das Gaspedal mittels eindrucksvoller Kampfchoreographien und einer visuell ästhetischen Bildersprache wieder voll durchdrückt.
Echte Genrefans dürften zwar mit Takeshi Kitano’s eher dürftigen Präsenz etwas weniger auf ihre Kosten kommen, aber dafür stimmt die Harmonie zwischen den Figuren und der gar nicht so trivialen Handlungsstränge, die sich gekonnt an vielen Vorbildern wie u.a. Blade Runner 2049 und Ex Machina orientiert. Mit Scarlett Johansson und Michael Pitt ist das stark amerikanisierte Sci-Fi Abenteuer damit ein weiteres Werk, dass sich mehr mit den charakterlichen Stärken und Schwächen seiner Figuren auseinandersetzt statt nur den Hirn-Aus-Knopf beim Zuschauer mit visuellen Overkills punkten und drücken zu wollen.
Fazit: Ghost in the Shell ist in der Tat ein technisch einwandfreies und darüber hinaus inhaltlich solides Stück Sci-Fi-Märchen, dass zwar nicht sonderlich innovativ, dafür aber mehr als nur einen flüchtigen Blick wert ist.
So, zu den Einzelwertungen:
Darstellerleistung: 8/10
Charakterzeichnung: 8/10
Story: 8/10
Spannung: 8/10
Humor: 6/10
Effekte: 9/10
Härtegrad: 6/10
Setting: 9/10
Soundtrack: 8/10
Twist-Rating: 5/10
Rundum: 7,5/10 Punkten
HaVe FuN